Lions-Club sichert Schulspeisung in Haiti

Oft einzige Mahlzeit des Tages für ca. 300 Kinder – Hilfe zur Selbsthilfe hat sich bewährt

Mainburg, Seit vielen Jahren unterstützt der Lions-Club Mainburg-Hallertau eine Schule in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti. Der Besuch einer Schule ist hier nicht selbstverständlich, ja selbst Hunger gehört zum Alltag vieler Kinder Nachdem in der Vergangenheit gezielt in Gebäude und Ausstattung investiert wurde, steht im Moment für die Lions die Finanzierung der täglichen Schulspeisung für die ca. 300 Schüler im Mittelpunkt. Dank der seit vielen Jahren großen Spendenbereitschaft und Unterstützung aus der Bevölkerung konnten die Lions aus der Hallertau der Schulleitung die Übernahme der dafür anfallenden Kosten für die kommenden zwölf Monate zusichern.

In den Medien ist es ruhig geworden um das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Das verheerende Erdbeben von 2010 ist lange vorbei, aktuelle Probleme wie die Flüchtlingskriese, die uns in Europa direkt betreffen stehen entsprechend mehr im Fokus. Dabei ist Haiti immer noch ein Land mit gravierenden Problemen: Die politische Krise des Landes hat sich seit der im Januar geplatzten Präsidentenwahl weiter verschärft, die Bevölkerung kämpft mit extremer Inflation.

Umso erfreulicher sind in dieser Situation die Erfolge der „Hilfe zur Selbsthilfe“, welche der Lions-Club Mainburg-Hallertau seit vielen Jahren leistet. Viele der Jugendlichen, welche an der Lions-Partner-Schule (Institution Mixte de l’Avenir – IMA) ihren Schulabschluss machen, nutzen die Chance einer Ausbildung zum Beispiel zum Schreiner oder zur Näherin an den ebenfalls schuleigenen Ausbildungsstätten und nehmen nach und nach Ihr Leben selbst in die Hand.

Damit auch in Zukunft möglichst viele Kinder von diesen Chancen profitieren können, muss die Finanzierung des Schulalltags langfristig gesichert sein. Ein Bereich, welcher den Verantwortlichen in Port au Prince im Moment besonders große Sorge bereitet, ist die die tägliche Schulspeisung für die ca. 300 Schüler. Die stetig steigende Inflation und der gegenüber dem Dollar schwächer werdende Euro, verbunden mit einer äußerst angespannten politischen Lage im Land sorgt dafür, dass sie Mittel hierfür immer knapper werden – trotz Schulgarten und teilweiser Selbstversorgung.

Aus diesem Grund hat der Lions-Club Hallertau beschlossen, sich bei der Unterstützung für die Schule in den nächsten zwölf Monaten auf die Kosten für die Schulspeisung zu konzentrieren. Bis zu 30.000 Euro werden hierfür bereitgestellt – auch Dank der vielen Spenden der Bevölkerung – nicht nur anlässlich Mainburger Lions-Events wie Kulturbräu oder Maikultur.

Weitere Informationen, auch zum Spendenkonto gibt es hier: www.lions-club-mainburg.de/Haiti.

MAI-KULTUR 2016 – Dem Wachstum entwachsen

Umweltethiker Franz-Theo Gottwald stellt „ Kraft des Einfachen“ bei MAI-Kultur vor

Zum Nachdenken und zur Diskussion angeregt hat am Freitag der Agrar- und Umweltethiker Franz-Theo Gottwald mit seinen Thesen zur „Unerschöpflichen Kraft des Einfachen“. Gottwald war der Einladung im Rahmen der Veranstaltungsreihe MAI-Kultur in den „Brunnenwirt“ nach Wambach gerne gefolgt. In der voll besetzten Wirtsstube stellte der studierte Theologe, Philosoph, Sozialwissenschaftler und Indologe seine Thesen vor, die er selbst versucht zu leben: „Ich melke, miste und füttere Kühe, und meine Frau käst“, schickte der Honorarprofessor an der Humboldt-Universität Berlin und Lehrbeauftragte an der Hochschule für Politik in München seinem Vortrag voraus. Die Zuhörer verfolgten mit Interesse den Vortrag des 60-Jährigen, der sich vor allem gegen die immer wieder mantraartigen Politikfloskeln vom „Wachsen“ und der „Alternativlosigkeit“ wandte: Wachstum als Maxime für Wohlstand sei nicht natürlich – vielmehr bedeute Wachstum „Fülle“, gleichzeitig mit „Reifung“, aber auch „Veränderung“ – ständiges Wachstum nach dem Motto „Auch im Winter muss es brummen“ führe zu „unschönen“ und „gefährlichen“ Veränderungen wie dem Klimawandel. Gottwald versuchte, im Publikum ein tieferes Verständnis von der „Einfachheit“ zu wecken – „die Mitte suchen, um die sich das Lebensrad dreht“, nannte er es, wissenschaftlich ausgedrückt in der „sozial-ökologischen Transformation zur Postwachstumsgesellschaft“. Seine Strategien zur Suffizienz im Alltag nennt der Professor die 4-E-Strategie: Entrümpeln, Entschleunigen, Entflechten und Entkommerzialisieren.

„Wir selbst müssen eintauchen in das Einfacherwerden, um unser Wohlsein zu erhöhen“, sagte Gottwald. Dessen Gastauftritt bei MAI-Kultur war in erster Linie auf Betreiben der Familie Pinsker zustande gekommen, die die mittlerweile 6. Veranstaltung dieser Art im Rahmen von MAI-Kultur einmal mehr gefördert hatte. Die Erlöse kommen dem Lions-Hilfswerk zugute.

Quelle: Hallertauer Zeitung (Ellen Kellerer)

MAI-KULTUR 2016 – Die Verteidigung des Paradieses

Thomas von Steinaecker liest im Rahmen von „MAI-Kultur“
Bereits zum dritten Mal bietet der Lions Club Mainburg-Hallertau mit „MAI-Kultur“ hochkarätige Lesungen an. Dabei konnten die Organisatoren in Wambach einen bestens geeigneten Ort nutzen. Zum Auftakt las der Autor Thomas von Steinaecker, ein ehemaliger Schüler des Gabelsberger-Gymnasiums, am Mittwochabend beim „Brunnenwirt“. Lions-Präsident Michael Linseisen betonte bei seiner Begrüßung, sämtliche Erlöse der Veranstaltung gingen an die Lions-Projekte vor Ort und an das Schulprojekt in Haiti, wo auch sechs Jahre nach dem verheerenden Erdbeben jede Hilfe gebraucht werde. Zum Auftakt der Kulturreihe las Thomas von Steinaecker aus seinem neuen Roman „Die Verteidigung des Paradieses“. Der Autor ist in Mainburg nicht unbekannt, er besuchte hier von 1990 bis 1996 das Gymnasium. Unter den rund 80 Zuhörern befanden sich dann auch viele ehemalige Lehrer und Klassenkameraden, die ihn fröhlich und neugierig begrüßten und sichtlich stolz auf den erfolgreichen Literaten aus ihren Reihen waren. Steinaecker lebt heute in Augsburg, er arbeitet als Schriftsteller, Regisseur, Journalist und Uni-Dozent, seine Romane sind vielfach ausgezeichnet und gelten schon jetzt als Meisterwerke. Der charmante, jungenhaft wirkende Autor las drei Ausschnitte aus seinem Roman. Aus der Sicht des 15-jährigen Ich-Erzählers Heinz führte er in die Welt von sechs Überlebenden des Weltuntergangs, irgendwann in der näheren Zukunft. Es gibt dort keine Menschlichkeit und dennoch Träume. Mit klarer, dichter Sprache und angenehmer Stimme fesselte er die Zuhörer sofort, entführte sie schließlich in ein erschütternd reales Flüchtlingscamp. Der Abend klang aus bei Essen, einem Glas Wein und Gesprächen, die Besucher von „Mai-Kultur“ nutzten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Autor und ließen sich seine Bücher signieren.

Quelle: Hallertauer Zeitung (Claudia Erdenreich)

MAI-KULTUR 2016

Mainburger Lions laden ein zur MAI-KULTUR 2016

Zwei Veranstaltungsabende beim „Brunnenwirt“ in Wambach – Hochkarätiges Programm präsentiert in lockerer Atmosphäre

Das Programm der diesjährigen MAI-KULTUR klingt vielversprechend! Den Anfang macht am 4. Mai der für seine Werke mehrfach prämierte Autor und ehemaliger GGM-Schüler Thomas von Steinäcker mit einer Lesung aus seinem neuesten Roman „“Die Verteidigung des Paradieses“. Zwei Tage später, am 6. Mai, ist mit Professor Dr. Franz Theo Gottwald ein Mann zu Besuch beim „Brunnenwirt“ (ehemalig Eder-Kantine) in Wambach, der sich als Autor vieler Bücher zum Thema Nachhaltigkeit in verschiedensten Bereichen einen Namen gemacht hat und insbesondere zu agrar- und ernährungsethischen Themen geforscht hat. Sein Vortrag zur „Die unerschöpfliche Kraft des Einfachen“ basiert auf einem gleichnamigen Buch.

Damit bleibt der der Lions-Club Mainburg-Hallertau seiner Linie treu und bietet auch im dritten Jahr des Bestehens der MAI-KULTUR eine Mischung aus Literatur und Vortragskunst mit herausragenden Gästen. Mit Thomas von Steinecker präsentiert auch heuer wieder ein erfolgreicher Romanautor sein neuestes Buch inmitten der Hallertau.

Während Thomas Glavinic und Vea Kaiser, die Autoren der Vorjahre, jeweils aus Wien angereist kamen, ist die Lesung in Wambach für Thomas von Steinecker ein halbes „Heimspiel“ : Er wohnt in Augsburg und war in seiner Jugend auch in der Hallertau zu Hause. Von 1990 bis 1996 war er Schüler am Gabelsberger Gymnasium in Mainburg.

In seinem neuesten Roman „die Verteidigung des Paradieses“ geht es um Heinz, der ein guter Mensch sein möchte, aber in einer Welt lebt, die Menschlichkeit nicht mehr zulässt. Erste Pressestimmen sprechen von dem Roman als „einem überwältigend klugen, flirrendem, verwirrenden, vor allem hochliterarischen Buch“ (Zeit online) , aber auch von einem „Prosa-Werk, das polarisieren wird“ (BR 2) – beste Voraussetzungen für einen spannenden Abend!

Ein solcher verspricht auch der Freitag, 6.Mai zu werden, wenn Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald in Wambach beim „Brunnenwirt“, der ehemaligen Ederkantine, zu Gast sein wird. Als Vorstand der Schweißfurth-Stiftung in München und Honorarprofessor für agrar- und ernährungsethische Fragen beschäftigt er sich seit vielen Jahren unter anderem damit, wie unsere Zukunft tragfähig, fair und verantwortbar gestaltet werden kann.

In dem Ende 2015 erschienenen Buch „Die unerschöpfliche Kraft des Einfachen“ auf dessen Inhalt er sich in seinem Vortrag in Mainburg beziehen wird, warnt er vor Hektik und Übermaß jeglicher Art. Auch die häufig künstliche Verkomplizierung unserer alltäglichen Lebensverhältnisse nimmt er unter die Lupe.

Anhand von Beispielen aus der Welt des Essens und Trinkens zeigt er auf, dass weniger häufig mehr ist und langsam häufig schöner!

Für Speis und Trank ist auch vor Ort gesorgt. Die Mainburger Lions freuen sich schon jetzt darauf ihre Gäste auch im ihrem dritten Jahr mit verschiedenen Schmankerln zu bewirten.

Karten gibt es bei der Hallertauer Zeitung, im Pelzhaus Schmid, beim Schuhhaus Zirngibl sowie in der Buchhandlung Weinmayer.

Weite Informationer hier -> www.mai-kultur.de  oder  Facebook

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Lions-Club installiert Kummerkasten

Lions-Club installiert Kummerkasten

Mainburg.  „Wir begrüßen das Projekt gerade im Zeitalter der elektronischen Medien ausdrücklich“, freute sich Bürgermeister Josef Reiser (links) angesichts des neuen „Kummerkastens“ gleich neben dem Eingang des Bürgerbüros am Rathaus, der auf Initiative des Lions-Club ab sofort dort hängt. Betreut und geleert wird der Kummerkasten regelmäßig von einem Ausschuss des Clubs, dem auch Präsident Michael Linseisen (mitte) und Vizepräsident Klaus Sperling (rechts) angehören.

In den Kummerkasten können alle Bürger anonym oder namentlich ganz traditionell in schriftlicher Form auf Papier Probleme melden, die sie oder andere haben. Der Lions-Club versucht dann, zu vermitteln oder zu helfen, wo es geht. „Wir haben die Idee vom Lions-Club in Mittenwald übernommen, wo das Projekt hervorragend funktioniert“, berichtet Linseisen. Der Lions-Club sieht in der neuen Institution die bessere Möglichkeit, mit den Bürgern in Kontakt zu kommen, wo vielleicht sonst eine gewisse Scheu bestünde, Sorgen und Anliegen, auch wenn sie berechtigt sind, an potientielle Helfer heranzutragen.

Quelle: Hallertauer Zeitung (18.2.2016) – Foto: Kellerer

Haiti – das vergessene Land !

Seit vielen Jahren unterstützt der Lions-Club Mainburg eine Schule in Port-au-Prince, der Hauptstadt von Haiti. Ausgehend von der Überzeugung, dass eine fundierte Ausbildung oftmals der einzige Weg aus dem Elend sein kann, hat der Lions-Club in der Vergangenheit, auch unterstützt durch Spenden aus der Bürgerschaft, die Möglichkeit gehabt, das Schulprojekt maßgeblich zu unterstützen.

Die aktuelle Flüchtlingskrise hat neue Schwerpunkte geschaffen, Haiti ist aus den Medien praktisch vollständig verschwunden. Entsprechend abgenommen hat auch das Spendenaufkommen für Haiti und die Schule steckt momentan in großen Schwierigkeiten. Warum?

Die Fakten: Haiti ist ein Land mit gravierenden Problemen, in vielen Fällen verursacht durch die allgegenwärtige Korruption. Seit dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 sind die riesigen Schäden nur zum geringen Teil behoben. Die Schule selbst wurde, auch mit Unterstützung des Lions Clubs, nach dem Beben komplett neu erbaut, momentan sind 275 Kinder registriert. Durch die extreme Inflation in Haiti und durch den schwachen Euro hat sich das zu Verfügung stehende Kapital zum Betrieb der Schule drastisch verringert.

Die Deckung der Fixkosten und die Versorgung der Kinder ist akut gefährdet !

Notwendige und eigentlich geplante Investitionen für weiterführende Ausbildungen können nicht getätigt werden.

Auch ein eigentlich geplantes landwirtschaftliches Selbstversorgungsprojekt ist gefährdet, da durch vermutete Bodenschätze Begehrlichkeiten geweckt wurden, die auch eine akute Gefahr für Leib und Leben der Schulleitung darstellen können !

Trotz aller Schwierigkeiten wurden wichtige Projekte angegangen: ein neuer Generator sorgt für stabile Stromversorgung, ein Atelier schafft Möglichkeiten die Kinder im Schneiderwesen auszubilden, ein Gästehaus wurde für die Unterbringung von Besucher fertiggestellt und soll zum Schulbudget beitragen.

Ziel der Schulleitung ist es, sich möglichst unabhängig von fremder Hilfe zu machen und die Kinder und Jugendlichen zur Eigeninitiative zu ermutigen!

Der Lions-Club wird die Schule in diesen Bemühungen auch weiter zur Seite stehen und bittet die Bevölkerung um Unterstützung in Form von Spenden!

Regelmäßig überzeugen sich Mitglieder des Lions Club persönlich vor Ort, daß alle Spendengelder ohne jeden Abzug direkt dem Schulprojekt zugute kommen.

Bitte helfen Sie uns, dieses Projekt zum Erfolg werden zu lassen!

Spendenkonto, Verwendungszweck „Haiti“:
Raiffeisenbank Hallertau eG
IBAN : DE18 701 696 93 0200 22 89 90
BIC     : GENO DE F1 RHT